WALD-ERDBEERE – Kräutersteckbrief 27. Woche

Liebe Freunde des BioTeeBlogs,

Es ist Erdbeerzeit! So möchte ich im heutigen Beitrag etwas zu dieser  leckeren Frucht schreiben. Wir haben unsere Wald-Erdbeeren (Fragaria vesca L.) im Frühling 2015 bei einem Spaziergang im Kaufunger Wald gefunden. (Foto: Frische junge Blätter streben zum Licht.)
Jetzt sollten Sie bereits blühen…

Walderdbeere, Nr.1, 12.4.15,4005 Walderdbeere, Nr.2, 12.4.15, IMG_4009

Erdbeeren gehören zu den köstlichsten Beeren und sind bei Alt und Jung äußerst beliebt. Sie ist eine Rosettenstaude und wird im Garten bis zu 30 cm hoch, die Walderdbeere hingegen je nach Licht und Feuchtigkeit nur 5-15 cm. Die weißen Blüten werden nach dem Verblühen zur Frucht, also zur Erdbeere. Sie wächst gerne im Unterholz, in Buchenwäldern, an Wiesenrändern und bevorzugt halbschattige Plätzchen. Schon im Altertum kannten die Römer die Walderdbeere. Die Pflanze bildet lange Ausläufer, welche kriechend über den Boden wachsen.

Blütezeit:
Die Blütezeit ist von Mai bis Juni. Man findet die Erdbeere im Wald, sie ist also eine echte Waldfrucht. Sie wächst an Wegböschungen, an Waldwegen oder auch gerne auf sonnigen Lichtungen.

Botanischer Name:
Der botanische Name der Erdbeere lautet Fragaria vesca L. Unter den Namen Besingkraut, Erbel, Flohbeere oder Haferlsbeere ist sie im Volksmund ebenfalls bekannt.

Verwendung:
Die Blätter und Früchte der Erdbeere finden die häufigste Anwendung.  Allerdings werden für Heilzwecke hauptsächlich die Blätter der Erdbeere eingesetzt. Für Hausteemischungen erntet man die ganz jungen Blätter. In älteren Blättern befinden sich mehr Gerbstoffe für Heilzwecke. Größere Mengen der frischen Früchte wirken blutreinigend und stärken Leber-und Gallenfunktion. Während der Erdbeersaison sollten sie also beherzt zugreifen. Selten werden getrocknete Wurzeln eingesetzt.

Anbau:
Die bewurzelten Stengel-Ausläufer eignen sich gut zur Vermehrung. Wer will, kann hier selbst kleine Erdbeerpflänzchen abschneiden und im Garten an einem schattigen Plätzchen, z.B. unter Sträucher, setzen.

Abstand Hausgarten:
in der Reihe 15 cm, zur nächsten Reihe 20 cm. Gerne auch mit Mulchmaterialien abdecken und feucht halten.

Ernte:
Die Blätter der Erdbeere werden im Frühsommer geerntet, ca. zu der Zeit in der die Pflanze ihre Blüten trägt. Wurzeln werden im Frühjahr oder Herbst ausgegraben. Die frischen Früchte kann man ab Ende Mai/Juni ernten.

Wirkung als Hausmittel:
Erdbeerblättertee gilt in der Volksmedizin als blutreinigend und nervenstärkend. Tee aus der Wurzel wird als Mittel bei Durchfall empfohlen. Bei Entzündungen der Schleimhäute und  bei Magendarmbeschwerden wird Erdbeerblättertee gerne eingesetzt.

Anwendung: 
2 gehäufte Teelöffel Erdbeerblätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten lang ziehen lassen und dann Blätter aussieben. Am besten 3 mal täglich eine Tasse zu sich nehmen.

Erdbeerblätter sind auch für eigene Hausteemischungen bestens geeignet. Wenn mal keine Brombeer-oder Himbeerblätter zur Hand sind, kann man ersatzweise zum Erdbeerblatt greifen. Der Geschmack ändert sich nicht wesentlich. Auch um Mischungen „gefälliger“ zu machen ist das Erdbeerblatt geeignet. Durch den typischen, ganz leicht bitteren Geschmack der Blätter kann man Rezepturen zum besonderen geschmacklichen Höhepunkt bringen. Der Tee schmeckt „runder“ und erhält eine geschmackliche Tiefe.

Wir empfehlen zum Selbstmischen folgende Hausteemischung:

In Teilen:
20%    Erdbeerblätter
10%    Himbeerblätter
10 %   Brombeerblätter
5%      Hagebutte
5%      Apfelstücke

Zusätzlich je nach Geschmack: Melisse, Thymian oder ein wenig Dost.
Kann gerne kalt oder warm getrunken werden, bei Bedarf mit etwas Zitronensaft verfeinern.

Frische Empfehlung: „Wilde Erdbeere aus dem Wald“
Die winzig kleinen Erdbeeren sind zwar mühselig zu ernten, aber geschmacklich unübertrefflich. Gerne können sie auch in einer „Wilden-Waldbeeren-Bowle“ eingesetzt werden, gemeinsam mit Waldmeister (frisch oder trocken) und selbst gesammelten Brombeeren. Auf jeder Gartenparty garantiert der Renner.

HUFLATTICH – Kräutersteckbrief 26. Woche

Liebe Freunde des BioTeeBlogs,

heute möchte ich einen kleinen zeitlichen Rücksprung in den diesjährigen Frühling unternehmen und Euch den Huflattich (Tussilago Farfara L.) näherbringen.

Bald nach dem Erblühen der Schlüsselblume sieht man auch den Huflattich mit seinen gelben Blütenköpfen an Wegesrändern oder Bachläufen stehen. Er liebt steinigen Untergrund. Gefunden haben wir den Huflattich im Frühling 2015 auf einem Spaziergang im Kaufunger Wald bei Großalmerode, Hessen auf 580 m Höhe.

Huflattich, Nr.3, 12.4.15, 4015 Huflattich Nr.1,12.4.15, 4016

Blütezeit:
Februar bis März/April, je nach Höhenlage und Witterung. Die gelben Blüten duften nach Honig und sind schon lange vor dem Wachstum der Blätter zu sehen. So „sitzen“ die gelben Huflattichblüten auf beharrten und blattlosen Stängeln. Später im Juni werden dann erst die handgroßen, langstieligen und grob gezähnten Blätter ausgebildet. Manche vergleichen die Größe und Ähnlichkeit der Blätter mit dem Rhabarber.

Botanischer Name:
Der botanische Name des Huflattichs ist Tussilago farfara L. Zudem trägt er viele Volksnamen wie Brandlattich, Chappeler, Hitzeblätter oder auch Männerblume.

Verwendung:
Die Blüten und Blätter des Huflattichs werden verwendet. Für den arzneilichen Gebrauch werden hauptsächlich die Blätter des Huflattichs genutzt, sowie seine Wurzeln.

Anbau:
Huflattich ist zum Anbau nur schwer geeignet. Er gestaltet sich sehr schwierig in der Handhabung. Besser und einfacher ist es den Huflattich wild zu sammeln.

Abstand Hausgarten: 
Aufgrund der großen Blätter, sollte man die Wurzeln im Herbst am besten im Abstand von 40×50 cm legen.

Ernte:
Die Blüten werden bei gutem Wetter gesammelt, wenn sie ganz ausgebildet sind. Dann sollten sie so schnell wie möglich getrocknet werden. Die Blätter werden im  Mai/Juni gesammelt. Hier sollte man darauf achten, dass die Blätter noch jung frisch und sauber sind.

Wirkung als Hausmittel:
Huflattich ist ein anerkanntes Hustenmittel. Besonders geeignet bei Reizhusten. Zudem soll er schleimlösend wirken.

Zubereitung Huflattich-Tee:
2 gehäufte Teelöffel geschnittene Huflattichblätter  mit 200 ml kochendem Wasser übergießen. Am besten 3 mal täglich eine Tasse davon einnehmen. Gerne kann er mit Honig gesüßt werden.

BRENNESSEL – Kräutersteckbrief 25. Woche

Liebe Freunde des BioTeeBlogs,

wer kennt sie nicht, die Brennessel? Jeder hat so seine unliebsamen Erinnerungen mit dieser bemerkenswerten Heilpflanze. Heute möchte ich auf die gesunden Eigenschaften dieser Pflanze aufmerksam machen.

Junge-Brennessel Junge-Brennessel-02

Viele kennen die Brennessel vom Sehen, unscheinbar steht sie am Wegesrand. Doch wer ihr zu nah kommt wird sie unweigerlich bemerken. Denn die Brennessel sticht und hinterlässt brennende und juckende Pusteln auf der Haut. Daher ist sie oft eine unliebsame Erinnerung aus der Kindheit. Sie hat eine schlichte grüne Farbe und auch die kleinen grün-gelblichen Blüten sind relativ schlicht gestaltet. Zudem geht von ihr im frischen Zustand kein besonderer Duft aus. Doch die Brennessel ist zu höherem berufen als nur ein Unkraut zu sein. Unscheinbar aber „oho“ das trifft auf die Brennessel auf jeden Fall zu.

Donnernessel, Hanfnessel, Saunessel oder auch Senznettel, die Brennessel hat viele Volksnamen. Kein Wunder, denn sie wird schon seit Jahrhunderten in der Volksmedizin angewendet. Die wissenschaftliche Medizin nahm sich ihr erst später an. Es gibt zwei Brennesselarten die für die Medizin genutzt werden und beide sind in Deutschland zu finden. Da wäre zum einen die Kleine Brennessel (Urtica urens) und die Große Brennessel ( Urtica dioica ). Die Kleine Brennessel ist, wie ihr Name schon sagt, kleiner und zarter als die große Brennessel. Sie ist aber die agressivere von beiden. Die Große Brennessel findet die meiste Verwendung. Beide treiben im Frühjahr langsam in die Höhe. Die Brennessel wächst gerne an Bach- und Waldrändern. Dort wo Wiesen nicht oft gemäht werden sieht man sie ebenfalls. Sie ist gesellig und wächst gerne inselartig in Horten. Bestenfalls wagen sich noch ein paar Gräser dazwischen. Sie gedeiht auf und neben dem Kompost, alten Mistmieten und in Gärten, gerne dort wo der Boden qualitativ am besten ist. Die Brennessel liebt Stickstoff und wird deswegen auch als nitrophil bezeichnet. Deswegen sollte man sie auch nicht direkt nach trüben verregneten Tagen abernten, sondern noch 1-2 Tage abwarten bis die Sonne mögliche Nitrite in der Pflanze wieder umgewandelt hat.

Blütezeit:
Die Blütezeit ist von Mai bis Juli. Die Blüten hängen dann ährenartig etwas nach unten und sind zweihäusig. Je mehr Stickstoff im Boden ist desto dunkelgrüner werden die Blätter. Interessant ist, dass die getrockneten Blätter mehr duften als frische Brennesselblätter. Sie duftet leicht
nach Heu und bringt ihren eigenen Brennesselduft mit.

Einsatzmöglichkeiten:
Das Tolle an der Brennessel ist, dass man wirklich alles von ihr einsetzen kann. Von der Wurzel über den Stiel, Blatt, Blüten und Samen alle Teile der Brennessel sind voller wichtiger Heilstoffe. Flavonoide, Chlorophylle, Vitamine, Carotinoide Mineralsalze, Beta-Sitosterin, Pflanzensäuren, Amine (Histamin) und Eisen sind in der Brennessel enthalten. Die Brennessel hat eine anregende Wirkung auf den ganzen Körperstoffwechsel. Gerne wird sie in Teemischungen eingesetzt. Besonders bei Entgiftungs- oder Fastenkuren beliebt, da sie harntreibend wirkt. Auch bei Prostatabeschwerden soll die Brennessel ein wirksames Mittel sein. Bei Rheuma, Gicht, Gallen-und Leberbeschwerden wird sie ebenfalls gerne zum Einsatz gebracht. Gerade in der Volksmedizin wurde die Brennessel bei der Behandlung von Rheuma, Gicht oder Scharlach gerne genutzt. So wurde bei der Behandlung der Erkrankte mit frischen Brennesseln beklopft, um Linderung und Heilung zu erzielen. Brennesselsaft ist in der Volksmedizin ein sehr beliebtes Mittel. Man kann diesen ganz einfach selbst zubereiten. Ganze blühende Pflanzen werden zerschnitten und für 12 Stunden in ein bisschen Wasser gelegt. Anschließend werden die Brennesseln dann mit Hilfe einer Presse ausgepresst.

Geschmack:
Zugegeben die Brennessel hat einen eher rustikalen Geschmack. Deswegen wird in Teemischungen gerne Lemongras beigemischt der den Geschmack abrundet und mildert. Als täglicher Gebrauchstee ist die Brennessel eher ungeeignet. Hierfür ist sie arzneilich einfach zu aktiv. Sie sollte daher als Heiltee getrunken und genutzt werden.

Handhabung:
Möchte man Brennesselsamen bzw. die Früchte der Brennessel nutzen, gilt es diese vorher zu zerstoßen, damit die Wirkstoffe und Öle richtig freigesetzt werden können.

Zubereitung von Brennesseltee:
Man nehme 2 gehäufte Teelöffel Brennesselblätter oder Brennesselwurzeln und übergießt diese mit ca. 250 ml kochendem Wasser. 5 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Am besten morgens und abends je eine Tasse trinken. Der empfohlene Zeitraum liegt bei 1 bis 2 Monaten.

Nebenwirkungen:
Die Brennessel gilt als sehr nebenwirkungsarm

LÖWENZAHN – Kräutersteckbrief 24. Woche

Liebe Freunde des BioTeeBlogs, nach einigen längeren Geschäftsreisen für die Bioteemanufaktur in fernen Ländern der Kräuter und Gewürze melde ich mich wieder zurück, mit einem weiteren Beitrag zur Rubrik HEILKRÄUTER. Inzwischen hat neben unserem Versuchsfeld nämlich auch der Löwenzahn geblüht. (Das Foto vom April zeigt die Blütenstängel mit noch kleinen Blättern.)

Löwenzahn, Nr.1, 20.4.15

Der Löwenzahn gehört zu den wohl bekanntesten Pflanzen, da er wirklich auf so gut wie jeder Wiese zu finden und sehr auffällig in seiner Farbgebung ist. Doch man sollte ihn nicht auf seine leuchtend gelbe Optik reduzieren. In den Löwenzahnblättern steckt eine Menge Gutes, eine reiche Vielfalt an wertvollen Inhaltsstoffen. Der Löwenzahn ist eine ausgesprochen bescheidene Pflanze und gibt sich mit so gut wie jeder Bodenbedingung zufrieden. Seine beachtliche Pfahlwurzel wächst bis zu 30 cm tief in den Boden. Die Blätter des Löwenzahns sind rosettenartig in ihrer Anordnung. Sie haben zahnartige Zacken und werden bis zu 25 cm lang. Die gelben Blütenköpfe sitzen auf einem hohlen Blütenstängel. Der Löwenzahn hat eine weiße Pflanzenmilch. Diese steckt in Blättern sowie Blütenstängeln und kann hartnäckige Flecken auf der Kleidung hinterlassen. Die Milch soll aber auch positive Wirkungen auf Warzen haben.

Blütezeit: Die Blütezeit des Löwenzahns ist von März bis April/Mai.

Botanischer Name: Der botanische Name des Löwenzahns lautet Taraxacum officinale Web.S.L. Der Volksmund bezeichnet den Löwenzahn auch als Butterblume, Kuhblume, Milchblume, Pusteblume oder auch als Schmalzblümlein.

Verwendung: Arzneilich werden vor allem Kraut und Wurzel des Löwenzahns eingesetzt. Frischgepresster Saft kann zu gleichen Teilen mit einem Weingeist 14Tage angesetzt und danach mit einem Tuch abgeseiht werden. Fertig ist der Löwenzahnsaft, der als Kur über mehrere Wochen für die Frühjahrs-Entschlackung, Blutreinigung, Stoffwechselanregung und vieles mehr genutzt werden kann. Natürlich kann auch genauso gut Tee aus Löwenzahnkraut 3 x täglich getrunken werden.

Anbau: Direktsaat im März/April. ca. 1 cm tief, leicht mit Erde abdecken und gut andrücken. Möglichst dicht in der Reihe säen. Dichter Bewuchs innerhalb der Reihe unterdrückt Beikrautbewuchs. Wer größere Pflanzen und Blätter bevorzugt sollte vereinzelt setzen.

Abstand im  Hausgarten:  zwischen den Reihen 25 cm

Ernte: Wilde Löwenzahnblätter sollten am besten in den Monaten von April bis Mai geerntet werden. Die Wurzeln gräbt man im Februar/März nach den Bodenfrösten aus, wenn der Schnee geschmolzen ist, und die Blütenstängel noch nicht austreiben. Alternativ kann die Wurzelernte auch im September/Oktober betrieben werden. Allgemein empfiehlt es sich einen Wurzelstecher bei der Ausgrabung von Löwenzahnwurzeln einzusetzen. Diese werden nach dem Waschen gespalten und zum Trocknen an einen gut belüfteten und trockenen Ort gehängt. Am besten gemeinsam mit der geernteten Blattrosette (0,5-1 cm lang) trocknen. Löwenzahn darf mit Warmluft bis 40 Grad getrocknet werden.

Wirkung als Hausmittel: Löwenzahn soll eine ausgesprochen positive Wirkung auf Leber und Niere haben und zählt zu den beliebtesten Heilpflanzen. Löwenzahnkraut regt die Organe an und hat sogar einen stärkenden Einfluss auf das Bindegewebe. Es stärkt die Wasserausscheidung, hilft gegen Völlegefühl im Magen und ist blähungstreibend. Allgemein soll sich der Löwenzahn stärkend auf den gesamten Körper und das Wohlbefinden auswirken.

Anwendung: 1-2  gehäufte Teelöffel Löwenzahnkraut mit 250 ml kalten Wasser übergießen und  Mischung in einem Topf zum Sieden bringen. 1 Minute kochen, anschließend 10 Minuten ziehen lassen und Kraut aussieben. Am besten 3mal täglich eine Tasse zu sich nehmen.

Gemixt mit anderen Pflanzen: ergeben sich wertvolle Gallen- und Lebertees. Beispielmischung: 5gr Enzianwurzel, 5gr Fenchel, 5gr Kümmel, 5gr Kamillenblüten sowie 10gr Hauhechelwurzel  mit 10gr Faulbaumrinde, 25gr Löwenzahnblätter und 35gr Pfefferminzblätter.

Im Salat: Je 15gr frische Löwenzahnblätter  werden gerne zusammen mit anderen Salatnutzbaren Pflanzen gemischt: z.B. junge Brennessel, Birkenblätter, Wegericharten gerne auch mit normalen Kopfsalat.

GÄNSEBLÜMCHEN – Kräutersteckbrief 11. Woche

Liebe Freunde des BioTeeBlogs,

endlich ist es wieder so weit. Die Winterruhe ist vorbei, draußen beginnt der Frühling und es kann weitergehen auf unserem Bioteeblog (Biokräuterteeblog).

Wir fangen an mit den frisch blühenden Gänseblümchen und werden dann mit Brennessel, Löwenzahn und vielen anderen tollen Pflanzen und Kräutern weitermachen. In einer Art „Jahresblüh-Übersicht“ werden wir versuchen aufzuzeigen, was bei uns im Versuchsgarten in Witzenhausen/Hessen gerade blüht und welche spannenden Pflanzen mir auf meinen botanischen Reisen begegnen.

Kräutersteckbrief 11. Woche (9.-15. März 2015):
GÄNSEBLÜMCHEN

Foto 01 Foto0-2

Blütezeit:
Im März beginnt das „Gänseblümchen“ oder „Tausendschön“ zu blühen. Manche nennen es auch Maßliebchen oder Mondscheinblume.

Botanischer Name:
Bellis perennis (Bellis = lateinisch für „schön“ und perennis = lateinisch für mehrjährig. Das Gänseblümchen blüht, wie viele wissen, immer wieder auf  Wiesen, Rasenflächen oder Ackerrändern.

Verwendung:
Die Blüten und Blätter finden gerne Verwendung. Meist jedoch nur die Blüten als sogenanntes Schmuckkraut in einer frohen bunten Teemischung. Kein Wunder, denn das hübsche Gänseblümchen ist auf jeden Fall ein echter Hingucker.

Anbau:
Direktsaat Ende März oder im August, nicht zudecken. Gänseblümchen sind Lichtkeimer. Also nur sanft andrücken.
Abstand Hausgarten: Beetbreite 120 cm, 4 Reihen mit 25 cm Abstand, in der Reihe verziehen auf 10-20 cm oder Jungpflanzenanzucht und Direktpflanzung auf obigen Abstand. Zur Saatzucht oder bei Kleinbedarf werden selten größere Flächen als 100 qm angebaut.

Ernte:
Eigentlich das ganze Jahr, immer wenn es blüht. Die Volksheilkunde sammelt gerne um den Johannistag (24.Juni), hier soll die beste Wirkung erzielt werden. Blüten und Blatt im Halbschatten mit ausreichend Luft trocknen und danach in lichtdichten Behältnissen lagern, da sonst die Blütenblätter schnell ausbleichen oder abfallen.

Wirkung als Hausmittel:
Die Anregung des Gesamtstoffwechsels kann erreicht werden. Soll appetitanregend wirken. Für Galle, Magen und sogar mildes Lebermittel. Insbesondere als mildes Blutreinigungsmittel.

Foto 1 Foto 2

Anwendung:
1-2 Teelöffel getrocknete Gänseblümchenblüten und –Blätter mit 0,25 Liter kochendem Wasser übergießen. Bis zu 10 min ziehen lassen. 2 mal täglich trinken. Gerne können natürlich auch frische Blätter und Blüten gekocht werden, am besten dann aus dem eigenen Garten und unbedingt kochendes Wasser einsetzen.
Für die Frühjahrskur essen manche die frischen Blüten in kleinen Mengen mit frischem Kopfsalat, aber auch anderen wilden Salaten wie Löwen-Zahnblatt, junge Brennesselspitzenblätter u.a.

Neuer Kräuterversuchsgarten

Hurra, es geht los!!!

Endlich können wir unseren neuen Kräuterversuchsgarten neu anlegen. Wir wollen die Versuchspflanzen aus unserem alten Garten in Ellingerode in den nächsten Wochen nach Unterrieden verlegen. Der Vorteil: Der neue Versuchsgarten liegt dann direkt neben der Bioteemanufaktur.

Landwirt beim Grubbern

Auf dem Bild ist Herr Funk zu sehen, ein Landwirt aus Unterrieden der letztes Jahr schon für uns gepflügt hat. Hier ist er gerade bei uns um zu Grubbern. Als Nächstes werden wir die Wurzeln aus der ehemaligen Kirschanlage entfernen und aufsammeln. Im Anschluss daran können wir dann endlich mit dem Pflanzen beginnen.

Wir freuen uns schon darauf, euch die nächsten Bilder von unserem neuen Versuchsgarten zu zeigen. Also seid gespannt, wir sind es auch!!!

Herzliche Grüße aus der BioTeeManufaktur sendet euch

Friederike Serr

Schlüsselblume

Bei einem morgendlichen Spaziergang durch unseren Versuchsgarten, habe ich entdeckt, dass unsere Schlüsselblumen aufgeblüht sind. Darüber habe ich mich sehr gefreut und gleich ein paar Bilder in der Morgensonne gemacht: Die gelben Blüten der Schlüsselblume strahlen mit der Sonne um die Wette.
Die Schlüsselblume gehört neben den Buschwindröschen zu den ersten blühenden Blumen, die den Frühling willkommen heißen.

Schlüsselblume Schlüsselblume2

Es gibt zwei Arten Schlüsselblumen: Die echte Schlüsselblume (Primula veris) und die Himmelsschlüsselblume bzw. hohe Schlüsselblume (Primula elatior). Auf dem ersten Foto ist eine echte Schlüsselblume zu sehen. Die Aussaat fand letztes Jahr Mitte September statt. Das Foto wurde am 8.4.2015 aufgenommen.

Demnächst werden wir die Schlüsselblume näher vorstellen.

Herzliche Grüße aus dem Versuchsgarten in Ellingerode
Euer Jürgen Serr

Mariendistel

Die Mariendistel gehört zu den schönsten und größten Disteln. Sie ist in Südeuropa, Südrussland, Kleinasien und Nordafrika zu Hause.

Mariendistel, ganze Pflanze Mariendistel Blüten

Die Volksmedizin berichtet, dass die Mariendistel positiv und regenerierend auf die menschliche Leber wirken kann. Zudem kann man sie auch bei der Behandlung von Krampfadern finden. (vergl. Pahlow,2013,S.226 „Das große Buch der Heilpflanzen“).

In unserem Reisebericht vom 20. April vergangenen Jahres haben wir auf 150m Seehöhe an der Adriaküste bereits zwei Bilder dieser wunderbaren Pflanze präsentiert.

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Mariendistel – Sylibum marianum.
Wild. Seehöhe 150m, Nähe Adria

Den Mariendistelsamen gibt es in unserem Onlineshop unter: Mariendistelsamen in Bioqualität.

Hagebutten

Hagebutten entstehen aus den Blüten der Wildrose. Sie haben einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt und sind als Tee der Klassiker in Jugendherbergen und Mensen.

Ein Irrtum ist es, dass Hagebutten rot abfärben. Die Hagebutte an sich gibt im Tee nur eine blasse rote Farbe ab. Hibiskusblüten sorgen im Hagebuttentee für die schöne Rotfärbung.

J.Serr begutachtet Hagebutte - AlbanienIMG_2002

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