GÄNSEBLÜMCHEN – Kräutersteckbrief 11. Woche

Liebe Freunde des BioTeeBlogs,

endlich ist es wieder so weit. Die Winterruhe ist vorbei, draußen beginnt der Frühling und es kann weitergehen auf unserem Bioteeblog (Biokräuterteeblog).

Wir fangen an mit den frisch blühenden Gänseblümchen und werden dann mit Brennessel, Löwenzahn und vielen anderen tollen Pflanzen und Kräutern weitermachen. In einer Art „Jahresblüh-Übersicht“ werden wir versuchen aufzuzeigen, was bei uns im Versuchsgarten in Witzenhausen/Hessen gerade blüht und welche spannenden Pflanzen mir auf meinen botanischen Reisen begegnen.

Kräutersteckbrief 11. Woche (9.-15. März 2015):
GÄNSEBLÜMCHEN

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Blütezeit:
Im März beginnt das „Gänseblümchen“ oder „Tausendschön“ zu blühen. Manche nennen es auch Maßliebchen oder Mondscheinblume.

Botanischer Name:
Bellis perennis (Bellis = lateinisch für „schön“ und perennis = lateinisch für mehrjährig. Das Gänseblümchen blüht, wie viele wissen, immer wieder auf  Wiesen, Rasenflächen oder Ackerrändern.

Verwendung:
Die Blüten und Blätter finden gerne Verwendung. Meist jedoch nur die Blüten als sogenanntes Schmuckkraut in einer frohen bunten Teemischung. Kein Wunder, denn das hübsche Gänseblümchen ist auf jeden Fall ein echter Hingucker.

Anbau:
Direktsaat Ende März oder im August, nicht zudecken. Gänseblümchen sind Lichtkeimer. Also nur sanft andrücken.
Abstand Hausgarten: Beetbreite 120 cm, 4 Reihen mit 25 cm Abstand, in der Reihe verziehen auf 10-20 cm oder Jungpflanzenanzucht und Direktpflanzung auf obigen Abstand. Zur Saatzucht oder bei Kleinbedarf werden selten größere Flächen als 100 qm angebaut.

Ernte:
Eigentlich das ganze Jahr, immer wenn es blüht. Die Volksheilkunde sammelt gerne um den Johannistag (24.Juni), hier soll die beste Wirkung erzielt werden. Blüten und Blatt im Halbschatten mit ausreichend Luft trocknen und danach in lichtdichten Behältnissen lagern, da sonst die Blütenblätter schnell ausbleichen oder abfallen.

Wirkung als Hausmittel:
Die Anregung des Gesamtstoffwechsels kann erreicht werden. Soll appetitanregend wirken. Für Galle, Magen und sogar mildes Lebermittel. Insbesondere als mildes Blutreinigungsmittel.

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Anwendung:
1-2 Teelöffel getrocknete Gänseblümchenblüten und –Blätter mit 0,25 Liter kochendem Wasser übergießen. Bis zu 10 min ziehen lassen. 2 mal täglich trinken. Gerne können natürlich auch frische Blätter und Blüten gekocht werden, am besten dann aus dem eigenen Garten und unbedingt kochendes Wasser einsetzen.
Für die Frühjahrskur essen manche die frischen Blüten in kleinen Mengen mit frischem Kopfsalat, aber auch anderen wilden Salaten wie Löwen-Zahnblatt, junge Brennesselspitzenblätter u.a.